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Jahresrückblick 2021

Im ersten Jahr der Pandemie (2020) hatten wir ein Projekt gestartet, mit dem das Mahnmal für die Bombenopfer auf dem Ohlsdorfer Friedhof für Besucher interessanter gestaltet werden sollte. Das Interesse der Öffentlichkeit an einem Mahnmal für ein Ereignis, welches 78 Jahre zurückliegt, ist nicht sehr groß. Zeitzeugen gibt es immer weniger und die Gegenwart interessiert stets mehr, als die Vergangenheit.

Im Auftrag der Stiftung hat die Künstlerin Dr. Claudia Guderian sieben Totenmasken aus Bronze gefertigt. Diese wurden auf Stelen befestigt und im Eingangsbereich des Mahnmals aufgestellt.

Dr. Guderian 7 Totenmasken Mahnmal Ohlsdorf

7 Totenmasken aus Bronze im Mahnmal des Ohlsdorfer Friedhof, von Dr. Claudia Guderian

Der Friedhof Ohlsdorf leistete tatkräftige Hilfe dabei. Er reinigte das Mahnmal innen und außen von den Spuren der Zeit und reparierte dort, wo es notwendig war. Die Stiftung beteiligte sich an den Aufwendungen.

Aus den Bildern ist zu sehen, dass das Mahnmal „wie neu“ aussieht. Es veranlasst die Besucher, es sich näher anzusehen.

Mahnmal Ohlsdorf vor Renovierung

Mahnmal auf dem Ohlsdorfer Friedhof vor der Renovierung

Mahnmal Ohlsdorf nach Renovierung

Mahnmal auf dem Ohlsdorfer Friedhof nach der Renovierung 2021

Mit den Totenmasken hat die Künstlerin den fast 37.000 Opfern der Aktion Gomorrha, die dort bestattet sind, symbolisch ein Gesicht gegeben.

Tafel 7 Masken Mahnmal Ohlsdorf

Tafel zur Erläuterung, 7 Totenmasken aus Bronze am Mahnmal Ohlsdorf

Die Installation ist zeitlich begrenzt.

Wie in den Vorjahren hat auch 2021 die Stiftung den Ortsverein Vahrendorf bei der Pflege des Ehrenfriedhofs dort finanziell unterstützt. Da – pandemiebedingt – 2020 Mittel zur Erfüllung des Stiftungszwecks vorgetragen wurden, konnte 2021 auch noch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bedacht werden. Insgesamt sind rund 30 T€ für Stiftungszwecke aufgewendet worden.

2021 ist auch die Webseite der Stiftung gründlich überholt worden. Die Stiftung dankt Herrn Wulf D. Brand aus Prag für seinen selbstlosen Einsatz.

Seit 2020 ist die Stiftung mit der Dichtheitsprüfung der Abwasserleitungen befasst. Es hat lange gedauert überhaupt einen Auftragnehmer für die Untersuchung zu finden, da die Kapazitäten hierfür eng sind. Im Sommer 2021 hat der Auftragnehmer mitgeteilt, dass die Untersuchung im April 2022 geplant ist. Da das Haus 120 Jahre alt ist, besteht ein hohes (finanzielles) Risiko für den Sanierungsaufwand. Dies würde ggf. erneut die Stiftung darin beeinträchtigen, ihren Stiftungszweck in größerem Umfang zu erfüllen.